Rollen: Vorwärts in Wuppertal

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“Was besseres hätte mir nach meiner Hüft-OP nicht passieren können – Mit meinem Bären-Ticket und dem Roller bin ich mobil in Wuppertal”

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Rollen auf der Talsohle

Die UniRadler Wuppertal propagieren, dass Fahrradfahren nach der Sperrung des Döppersbergs ein Durchkommen ermöglicht.

Bequemer könnte aber die Kombination von Rollen und ÖPNV sein. In den neuen Bussen sind ja jetzt weniger Sitzplätze und mehr Stehplätze und somit mehr Raum für Roller.

Hatte ich mich bei meinem Erstkontakt mit einem Roller noch sehr gewundert und das ganze unter ‘ziemlich freaky‘ abgehakt – habe ich in der Zwischenzeit mehrere live gesehen.

Zwar noch nicht so viele wie selbstgebaute Pedelecs, aber in der Tendenz steigend.

Sind ja auch nicht alle soo teuer. Und leicht über die provisorische Brücke über das Baufeld getragen. Äh – gerollert .. ist ja wie zu Fuss gehen – nur schneller.

 

Pfingstmontag-Sturmschaden: die Seifenblasen-Maschine

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Die Achse des Motors treibt sowohl den Ventilator, als auch die Seifenblasenringe an

Ich bin ja für jeden Blödsinn am Rad zu haben, diesmal gefiel mir bei der Critical Mass Wuppertal die Seifenblasenmaschine einer Mitfahrerin. Also habe ich mir ebenfalls eine Batteriebetreibbare gekauft und eine undokumentierte Testfahrt gemacht. Mit zwei Gummi-Strapsen auf dem Gepäckträger fixiert habe ich meine Kinder hinter mir im Anhänger beglückt. Die Blasenleistung ist so etwa alle 2 Meter eine Blase – bei 16 km/h (eine Geschwindigkeit, bei der ich nach hinten schauen und Blasen zählen kann). Da ein nicht unerheblicher Teil der Seifenlauge durch Erschütterung verlustig geht, ist ein Handtuch zwischen Gepäckträger und Maschine nicht nur als Dämpfung sondern auch als Absorptionsmedium angebracht.

Tja … nur bei Sturm sollte sie nicht alleine draußen bleiben.

Gespiegelte Fahrräder

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Unaufgefordert postalisch zugestelltes Printprodukt

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Schneller am Ziel ohne Vorderradbremse

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Bremse nicht eingehängt, Kette auf der falschen Seite

Milde amüsiert war ich über die Print-Fachkraft, die der Bilddynamik auf dem kleinen gelben Zettel die korrekte Darstellung des Fahrrades opferte.

Oder verschickt ein großer Versender inzwischen gespiegelte Räder, bei denen die Kette links ist? Der Schriftzug ist immerhin seitenrichtig – da hat sich jemand richtig Mühe gegeben.

Während ich mich bei dieser Anzeige noch über das Fehlen der vorderen Beleuchtung wunderte – sah ich bei einer zeitlich nachfolgenden Anzeige als erstes, dass der Bremszug bei dem abgebildeten Fahrrad ausgehakt ist.

Besonders weit gegen die Windmaschine kann er vermutlich eh nicht mehr fahren – und weil dem ArtDirector das magentafarbene Kästchen wichtiger erschien, als die korrekte Abbildung des Rades, musste es wieder gespiegelt werden.

Immerhin sind die Fahnen zwar falschherum, aber gebügelt.

Neulich im lokalen *blatt

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Anzeigenkunden hauptsächlich aus Krefeld und dem restlichen Niederrhein bis Neuss

Eine Beilage sagt mehr als 1.000 Worte, was die Berichterstattung über Fahrradfahrende in Wuppertal angeht.

Wer wettet dagegen, dass die CM einen prominenten Platz in der nächsten Ausgabe des talwærts bekommt?

Fahrradständer auf der Arbeit

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Fahrradständer mit ADFC-Empfehlung

Ein beliebtes Argument gegen die Fahrt zur Arbeit mit einem Fahrrad oder Pedelec ist der sichere Abstellplatz für das Gefährt.

Ich habe kein Problem damit, ein Monats-Netto-Einkommen mit einem 20 Jahre alten Schloss zu sichern und es im Regen stehen zu lassen. Andere Kollegen fahren mit ihrem Rad Lift und stellen es dann vor ihrem Büro in den Flur. Oder ins Labor. Oder ketten es unter einem Vordach an den Handlauf der Rampe für Menschen mit Behinderungen.

Also habe ich mir gedacht, dass dieser Zustand ein verbesserungswürdiger ist, denn vielleicht würden mehr vom Auto auf das Fahrrad umsteigen, wenn die Infrastruktur am Zielort ausgebaut wäre.

Da das Unternehmen, bei dem ich beschäftigt bin, so gross ist, dass ich diesmal nicht einfach die Vermieterin fragen kann, ob ich den ungenutzten Raum unter der Treppe, die zur Agentur führt, als Abstellraum für mein Pedelec nutzen kann, habe ich also einen Antrag gestellt.

Einen begründeten Antrag mit Ist-Zustand, Soll-Zustand, Kostenschätzung und etwa 60 Unterschriften auf einer Unterschriftenliste.
Vielen Dank für Ihr Engagement, es ist bloss kein Geld da – gab es als Antwort zurück.

Darauf hin dachte ich nur ‘Lähmung’. Ein Kollege meinte, ich könnte auch direkt eine Brücke von einer Talseite zur anderen beantragen, das hätte ähnliche Aussichten auf Erfolg. Vielleicht auch eine Seilbahn.

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Angstfreies Abstellen eines Pedelecs in Wuppertal

Ein weiterer Vorschlag war, ich solle meinen PKW auf dem Mitarbeiterparkplatz parken, entkernen und darin mein Fahrrad unterstellen. Die Aufstellung von Blech-Fahrradboxen hatte ich ja auch in den Antrag reingenommen, damit die Argumentation der zaudernden ‘Vielleicht-kauf-ich-mir-ein-Pedelec-ich-weiss-nur-noch-nicht-wo-ich-es-hinstellen-soll’-(Nicht-)Entscheider ins Leere läuft.

Es ist ja auch nicht mein Bier. Aber trockener könnte mein Rad vielleicht doch stehen…

Licht in der Nacht

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Straßenbeleuchtung außerhalb Wuppertals

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Straßenlaterne auf Waldweg

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40 Lux erhellen diesen Feldweg

Ab heute werden die Nächte wieder länger. Und ich kümmere mich mal wieder um die Beleuchtung meines Fahrrades, denn das Kabel zum Rückscheinwerfer ist an der blanken Stelle am Ende durchgegammelt. Und wo ich grade dabei bin, fliegt der Seitenläufer samt Halogenlampe und Halter raus.

Gebraucht habe ich ihn nicht mehr und nachdem letztes Jahr es legal wurde, sein Licht über einen Akku zu speisen, benötige ich ihn nicht mal mehr für die ehemals grüne Rennleitung um den Unterschied zu demonstrieren.

Abends in der Stadt sind die Straßen gut ausgeleuchtet – sogar die Waldwege nahe den geschlossen bebauten Gebieten – dort allerdings, wo ich herfahre, gibt es teilweise keine Straßenbeleuchtung, so dass ich in einen Scheinwerfer investiert habe, der mir in der obersten Einrastung so etwas wie ‘Fernlicht’ am Fahrrad ermöglicht.
Und so fahre ich auch auf unbeleuchteten Wege und muss statt für Kinder für Rehe bremsen. Also nicht, dass die sich erschrecken und sofort beiseite sprängen… nö… die kauen erstmal gemütlich weiter bevor sie gemächlich zur Seite trotten.

Nachts im Wald, da sind nicht die Räuber, da sind die Fahrradfahrer mit den LED-Lampen.