StadtWiki Wuppertal als Dialogplattform

(Slot 4 – Session B)
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Bestehende überregionale Projekte (zugleich Vorbilder)
Stadt- und RegionalWikis in NRW:
Stadtwikis werden notwendig, da die Wikipedia nur relevante, große Themen aufnimmt. Regionale Interessen und Wissensbestände, können dann nur in Regional- und StadtWikis untergebracht werden. Wikis können rein dokumentierend/archivierend, enzyklopädisch orientiert oder auch jounrnalistisch tätig sein.
  • seit März 2013 Arbeitskreis zur Vorbereitung eines StadtWikis
  • derzeit drei parallele Online-/Software-Angebote für einStadtWiki Wuppertal
  • Stadtwiki soll Informationen und Themen im Stadtgebiet sammeln, einen Dialog unter Initiativen, Stadtverwaltung, Politik und anderen Akteuren schaffen, sowie den Austausch von Ressourcen unterstützen
  • die Idee eines StadtWikis wird in Wuppertal weit über den normalen Gebrauch hinaus gedacht. Öffentliche Diskussionen sollen sich im Wiki widerspiegeln und gefördeet werden
  • die StadtWiki-Crew moderiert objektive Übersichtsseiten, unter denen sich die möglicherweise subjektiven Gruppen, Initiativen, Expertenmeineungen, etc. in verschiedene Seiten untergliedern
  • Letztlich zeigt die Planung des StadtWiki Wuppertal, dass es eine Metaebene der öffentlichen Diskussion anspricht, wenn es der Venetzung, dem Dialog und er Ressourcennutzung dienen will; damit ist es als Dialogplattform quasi “über-qualifiziert” für die eigentliche, breite Diskussion, die auf einer tieferen Ebene stattfindet
Diskussionspunkte:
  • Technisch könnte auch eine Forensoftware die Wikisoftware ablösen; in Foren können Meinungen übersichtlich auf einenader bezogen dargestellt werden.
    Einwand: Foren lassen nicht zu, gemeinsam zu arbeiten, dass WIki soll aber auch eine Arbeitsumgebung schaffen in dem Sinne, dass dadurch gemeinsames lernen ermöglicht wird (vgl. BarCamp-Regel: Keine Zuschauer, nur Teilnehmer)
  • die Steigerung der Beteiiligtenzahl ist nur durch Maßnahmen außerhalb des StadtWikis zu schaffen, damit liegt die Bedeutung für den öffentlichen Diskussionsprozess jenseits der Bedeutung, ein modernes (= ungewohntes) Arbeitsinstrument öffentlich einzuführen; Konsequenz könnte sein, verstärkt darüber zu kooperieren, dass die Arbeit im Wiki und neuen sozialen Medien allgemein in die Öffentlichkeitsarbeit integriert wird (“Wir zeigen Ihnen, wie es geht, und Sie wirken dafür an dem Wiki mit.”)
  • Wikis sind vielen nicht vertraut, wirken oft als enorm mächtig, was einschüchtert. Wie will man dieser Barriere für ein Mitmach-Instrument begegnen?

Bürgerhaushalt

(Slot 1 – Session A)
Workshop Bürgerhaushalt – Referent: Mathias Bock
Bürgerhaushalt wird zwar in allen Vorlagen und Zielpapieren empfohlen, ist aber normativ nach unterschiedlichen Verordnungen am wenigsten umsetzbar.Die Transparenz der kommunalen Haushalte ist dadurch beschränkt, dass die Ausarbeitung und Präsentation der Haushaltsposten schlecht verständlich ist.Die Haushaltsaufbereitung kann bürgerfreundlich erfolgen, ist aber eine Frage des Willens der Stadtverwaltungen.
Alle Kommunen müssen ihre Haushaltsdaten an das Land NRW in elektrischer Form melden (MIK), dort reduziert sich die Präsentation von 1660 Seiten auf wenige Exel Tabellen.Diese maschinell lesbaren Daten, sind nach Informationsfreiheits Gesetz NRW vom Kämmerer abrufbar. Billanzstatistik (jährlich), Finanzstatistik (1/4 jährlich),  Ergebnisrechnungsstatistik (jährlich).
Durch die Umstellung auf die Buchungsform Doppik, sind nicht alle Haushalte in NRW vergleichbar, da recht kreativ Werte eingebucht werden können.
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Was kann ich mit diesen Daten tun?
  • Projekt www.OffenerHaushalt.de arbeitet Haushaltsdaten verständlich um (fast kostenlos) (Opensource Projekt), Visualisierung der Daten.
  • Personalkosten und Personalquote ist in jedem Haushalt der größte Einzelposten, an dem wenig verändert werden kann. Personalkosten sind in der Haushaltssystematik fast immer unter Ziffer 4 zu finden.
  • Landkreistag hat für Doppische Haushalte neue Kennziffern bestimmt (Beispielbericht http://www.wegweiser-kommune.de/themenkonzepte/finanzen/download/pdf/Gemeindefinanzbericht.pdf) , diese Kennziffern ermöglichen in ca. 40 Punkten einen schnelleren Überblick über die finanzielle Entwicklung einer Kommune.
  • Gebäude und deren Erhaltung sind ein weiterer großer Posten. Gebäude verlieren in der Doppik jedes Jahr an Wert, so dass im Haushalt ein Verlauf des Wertverlust zu erkennen ist. In alten Haushalten sind die Posten so nicht aufgetaucht.   Dazu gibt es eine Tabelle, wie Straßen, Gebäude, Verkehrsanlagen, Kanäle etc. eine eigene Tabelle, die den Wertverlust pro Jahr fest legt. Leerstände der Gebäude finden sich im Haushalt nicht wieder. Durch die Doppik lohnt sich der Verkauf von Gebäuden nicht mehr immer, da sie einen Wertverlust in der Finanzrechnung des Haushaltes darstellen können. Nach Abschreibung eines Gebäudes oder bei Stärkungspaktgemeinden, kann sich ein Verkauf unter Umständen immer lohnen.
  • Datenabfrage mit Erläuterung der Systematik des Haushaltes anfragen, Kämmerer oft auch offen für Vorstellung der Haushalte bei Parteien und Verbänden. Haushaltserstellung ab September über 3-4 Monate.
  • Abfrage der Zahlen macht nur dann Sinn, wenn ich auch ein Anliegen habe z.B. Schulreform, Skatepark
  • Aufnahme von euen Projekten nicht an die Verwaltung richten, sondern an die politischen Parteien im Rat
  • Bürger und Vereine haben an sich kein Antragsrecht zum Haushalt (Hier muss aber noch nachgeforscht werden), wenn ein Projekt vorgestellt wird, sollte auch eine Kostenabgrenzung mit erstellt werden.
weiterführende Infos:
Plattformen für Bürgerhaushalte von @dakrys (11:00)
Geodaten: (11:00 Raum B)
partizipation (12:00 Raum A)
WeGov (11:00 Raum A)
Open Data/ Offene Standards und Verkehr von @the_infinity
Open311 (11.00 Uhr Raum C)
Von E-Paricipation zu Open Participation
Protokoll erstellt von @mcweijers (Dies sind nur Stichpunkte, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben) / Infos ergänzt aus http://yourpart.eu/p/oknrw

Bürgerhaushalt: Vorbild Münster

(Slot 3 – Session A)
In Kommunen mit leeren Kassen, macht es nur gemindert Spaß, Bürger in Haushaltsdiskussionen einzubinden.http://www.buergerhaushalt-wuppertal.de/
Bei einer der Vorläuferveranstaltungen zu diesem Barcamp, kam erstmals eine Diskussion über den Bürgerhaushalt Münster mit eigenem Beirat zu stande.
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Ausgangspunkt war die lokale Agenda, aus der sich das Bürgerforum Bürgerhaushalt entwickelte. Während des letzten Kommunalwahlkampfes popularisierte sich Bürgerbeteiligung als Thema, dass von den großen Parteien dann auch implementiert wurde. Im Rahmen der Implementiertung gab es dann zahlreiche Treffen, in denen die Gestaltung der Mitbeteiligung von & mit Bürgern geplant wurde. Aus dieser Kernarbeitsgruppe wurde dann ein Beirat gebildet
Der Rat der Stadt Münster hat einen Beirat zum Bürgerhaushalt eingerichtet. Dem Beirat gehören etwa 40 Vertreterinnen und Vertreter aus der Bürgerschaft, aus den politischen Parteien und aus verschiedenen Organisationen an. Der Beirat tagt regelmäßig und kann bei Bedarf Änderungs- oder Ergänzungsvorschläge zum Verfahren des Bürgerhaushalts erarbeiten.

Der Beirat ist offen für weitere interessierte Mitglieder. Wenn ein Verband oder eine Organisation Interesse an der Mitarbeit hat, wird um eine geschlechterparitätische Entsendung gebeten.

Alle zwei Jahre (aktuell für 2014) wird ein Bürgerhaushalt aufgestellt. Die Vorschläge des Beirates werden durch Bürgerbefragungen der Stadtverwaltungen in der Bürgerschaft evaluiert.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an das Redaktionsteam Bürgerhaushalt.
Kontaktdaten:
http://buergerhaushalt.stadt-muenster.de/beirat.html
Geschäftsordnung
http://buergerhaushalt.stadt-muenster.de/fileadmin/user_upload/buergerhaushalt/dokumente/beirat_geschaeftsordnung.pdf

Kritik Münster
Der Beirat ist, anders als man es sich vorstellte, nichts anderes als ein abgewandeltes Vorschlagswesen. Mitbestimmung am Haushalt an sich, ist so nicht möglich. In den Haushalt fließen im Grunde nur die durch die Bürgerbefragung am höchsten bewerteten Vorschläge des Beirates ein. 
Die tatsächliche Bürgerbeteiligung ist eher gering, wenig Teilhabe an der Ideenentwicklung und Einreichung.
Ideen zur generellen Weiterenwicklung von Bürgerhaushalten

Wieviel Offenheit / Transparenz wünschen / vertragen / nutzen die Bürger

(Slot 2 – Session B)
In der Kürze der Zeit hier (nur) 2 Snapshots vom Tafelinhalt am Ende der Session: 

Bei Gelegenheit werde ich versuchen, das was hängen geblieben ist, auch in Textform zu bringen.

Zugleich möchte ich jede(n) zur Mithilfe-  vorerst hier in diesem Pad http://www.unserpad.de/p/oknrw2013_protokolle – aufrufen.
LG Wolfgang  (w.hartwig@vodafone.de)

 

Open Education / Offene Bildung

(Slot 2 – Session A)
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Die einzelnen Fachkonferenzen der Schulen entscheiden über die verwendeten Fachbücher und den damit verbundenen Einsatz der Landesmittel an den Schulen. Der Umsatz ist beträchtlich, der an die Schulbuchverlage fließt.
Problem an bestehenden Büchern ist, dass daraus nicht kopiert werden darf und die Aufgaben darin nicht vermischt werden dürfen. Es gibt auch keine unbegrenzte Möglichkeit zur Duplizierung (Kopie, neue Auflage), da dies alles durch Lizenzen und Urheberrecht geschützt ist und so die Kosten für die Schulen steigen.
Sprachbücher müssen fast jährlich neu gekauft werden.
Wie kann man diese Gelder effizienter gestalten? Wie können auch andere Personen daran partizipieren, ausserhalb der Schule?
Das Projekt www.schulbuchomat.de wurde mit 10.000 € für den Bereich Biologie über Spenden finanziert, da auch mit dem EInsatz freier nicht lizenzgebundener Wissenszugänge aus den USA (zu Graphiken, Texten, Fotos, etc.) gearbeitet wurde. Solche selbst erstellten Schulbücher müssen über das Wissenschaftsministerium genehmigt werden.
Dieses Projekt eines Biobuches zeigt aber, dass die Bücher kostenarmer und freier angeschafft werden und Finanzmittel für andere Bereich eingesetzt werden könnten z.B. Inklusion.
Als Leitzahl, um eine Vorstellung vom Volumen zu haben: Lehrmitteleinsatz pro Grundschüler pro Jahr in NRW Jahr: 36€   (Gerade hier spricht ein hohes Maß an Standardisierung wegen wenig abweichender Lehrinhalte für eine  alternative Schulbucherstellung)
- Habe ich die Lehrmittel unter einer freien Lizenz kann ich sie frei duplizieren, verändern, verbessern und regionalisieren. Auch eine Aufgabenergänzung in einem Buch ist möglich.
- OER Bücher bieten im Bereich Informatik, Technik etc. eine höhere Aktualität und geringe Neuanschaffungskosten.
- OER Bücher sind auch in reiner online Form möglich, womit keine Druckkosten anfallen
- Überprüfung durch Zulassung bei den Ministerien bereits gesichert, in der Erstellung der Bücher Peergroup Review Effekt nutzen.
Beispiel http://www.learnline.schulministerium.nrw.de/app/suche_learnline/
Durch das Ministerium für Schule/Wissenschaft/ etc. nach Antrag der Piratenfraktion NRW mit 100.000 € bezuschusst
Hinweis:
- Es gibt ein Bundesprogramm zur Finanzierung von Peer Group Reviews für Open Access Präsentationen, PM UNi Mainz zu diesem Thema http://www.uni-mainz.de/presse/51176.php
- Open Access Bundesministerium für Bildung und Forschung http://www.bmbf.de/de/22905.php
- Niederschwelliger Zugang zu Basiswissen, damit zurückhaltende Menschen die Möglichkeiten haben sich zu bilden, ohne ihre Schwächen offen zu legen.
- Open Access Projekt eines Investment Bankers https://www.khanacademy.org/
- Nachhaltigkeit in NRW: www.ichbins-nrw.de
Referent Mathias Bock @MatthiasBock1  | Protokoll @mcweijers / @STanneberger
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Session-Liste / 09. November 2013

Auf Grund der Räumlichkeiten in der Gesamtschule Barmen konnte die Fachtagung “Offene Kommunen.NRW” vier parallele Sessions im Stundenrhythmus anbieten. Sessions war dabei der Szenebegriff, der sich in der Veranstaltungsorganisation von BarCamps für die einzelnen Präsentationen und Workshops als Oberbegriff etabliert hat.
In diesem Jahr gab es folgende Sessions:

11:00 Uhr
A_  Offener Haushalt   (Protokoll-Pad)
B_  Ein Jahr Anliegen.Bonn.de   (Protokoll-Pad)
C_  Bürgerbegehren Bürgerentscheid   (Protokoll-Pad)
D_  OpenSourceSoftware zu Partizipation   (Protokoll-Pad)

12:00 Uhr
A_  OpenEducation Resource   (Protokoll-Pad)
B_  Wieviel Offenheit / Transparenz wünscht / verträgt / nutzen die Bürger   (Protokoll-Pad)
C_  Handlungsformen der Verwaltung   (Protokoll-Pad)
D_  Don’t Panic!   (Protokoll-Pad)

14:00 Uhr
A_  Vorbild Münster?   (Protokoll-Pad)
B_  OpenGovernment Grenzüberschreitend   (Protokoll-Pad)
C_  Bauvorhaben und Bürgerbeteiligung   (Protokoll-Pad)
D_  OpenData und politische Prozesse   (Protokoll-Pad)

15:00Uhr
A_  Was können Kommunen von OpenStreetMap lernen?   (Protokoll-Pad)
B_  StadtWiki als Dialogplattform für BürgerInnen, Verwaltung, Politik und Wirtschaft   (Protokoll-Pad)
C_  Wie schafft man Vertrauen zwischen Verwaltung & Bürger   (Protokoll-Pad)
D_  Gemeinschaftsgärten, Geschenkboxen   (Protokoll-Pad)

16:00 Uhr Plenums- und Abschlussdiskussion
Was  wünschen wir uns von der Landesregierung bzw. dem Land NRW, um  BürgerInnen und Kommunen dabei zu unterstützen, Open    Government in den  Kommunen voranzubringen?   (Protokoll-Pad)

Zu den einzelnen Sessions gab es teilweise Berichterstattungen; diese möchten wir in diesem Weblog in Einzelbeiträgen dokumentieren. Parallel kann und soll weiterdiskutiert werden, weshalb die offenen Pad-Seiten – die jedeR lesen und ergänzen darf – jeweils am Ende der Einzelberichte verlinkt sind.

Einladung zu Offene Kommunen.NRW 2013 in Wuppertal

Am 09. November 2013 findet zum dritten Mal die Veranstaltung “Offene Kommunen.NRW – Schritte in die Praxis” in Wuppertal statt. Die Tagung befasst sich mit der Umsetzung von Open Government in Kommunen. Diskutiert und analysiert werden konkrete Erfahrungen sowie Strategien, Konzepte  und Verbesserungsmöglichkeiten in verschiedensten kommunalen Handlungsfeldern.  Bei dieser Veranstaltung, die im Format eines Barcamps organisiert wird, stehen die Bürgerinnen und Bürger aus ganz NRW im Mittelpunkt und entwickeln das Programm zu Beginn der Veranstaltung gemeinsam.

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Der Fokus: Open Government

Wie soll eine offene Kommune organisiert werden? Wo gibt es Vorbilder? Wo gibt es Hilfestellung? Wie viel kann man  sich zumuten? Wie gewinnt man Politik und Verwaltung für eine Zusammenarbeit mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern? Welche Impulse können zivilgesellschaftliche Akteure setzen, um die Öffnung der Kommunen voranzutreiben?
“Open Government umfasst jede Aktivität in öffentlichen Verwaltungen, die Transparenz, Teilhabe und Zusammenarbeit fördert, unabhängig davon, ob sie unter Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnik  erfolgt”, steht im Eckpunktepapier  der Bundesregierung (Link).  Das macht sehr deutlich, dass es bei dieser politischen Initiative nicht vorrangig darum geht, mehr Technologie zum Einsatz zu bringen, sondern unserer Demokratie neue Impulse zu verleihen und die Problemlösungsfähigkeit in Bund, Ländern und Kommunen durch mehr Offenheit zu verbessern.

Die von der Landesregierung Nordrhein-Westfalens geplante Open Government-Strategie nimmt langsam Gestalt an und soll spätestens Anfang 2014 stehen. In der Stellungnahme zu den Handlungsempfehlungen heißt es: „Es wird im Rahmen der Umsetzung offene Angebote an die zivilgesellschaftlichen Akteure geben, sich in die Weiterentwicklung der Strategie einzubringen.“ Hier wollen wir anknüpfen und konkrete Vorschläge für Kooperationen entwickeln. Die Kommunen sind der Ort wo Politik und Realität für die Bürgerinnen und Bürger  am unmittelbarsten aufeinander treffen. Vor allem hier muss die Öffnung von Politik und Verwaltung ihre Wirkung entfalten und die kommunale Demokratie stärken.

Bei der Umsetzung von Open Government in Kommunen geht es im Kern wieder darum, aus zivilgesellschaftlicher Sicht die Potentiale von Beteiligung, Engagement, Kooperation, Transparenz für eine zukunftsfähige Kommunalentwicklung deutlich zu machen und den offenen und konstruktiven Diskurs zu pflegen. Die Initiatoren der Veranstaltung sind der festen Überzeugung, dass Bürgerbeteiligungs­verfahren auch von Bürgerinnen und Bürgern selbst entwickelt und organisiert werden können und müssen. Bürgerinnen und Bürger, die gehört werden wollen und die ein Mitsprache- und Mitgestaltungsrecht in ihrem Gemeinwesen jenseits des parteipolitischen Engagements einfordern, sind aufgerufen, sich selbst den Weg zu bereiten.

Der Rahmen: eine Kultur der politischen Mitwirkung

  • Wir brauchen einen Kulturwandel hin zu mehr Offenheit.
  • Wir brauchen einen konstruktiven Umgang mit Fehlern, der dazu ermutigt, Neues auszuprobieren.
  • Wir brauchen ein gemeinsames Verständnis darüber, dass Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Entwicklungs-, Entscheidungs-, Steuerungs- und Leistungsprozesse der öffentlichen Hand einzubinden sind.
  • Wir brauchen einen intensiven Austausch auf allen und über alle Ebenen hinweg, um die Vision einer bürgerfreundlichen, leistungsfähigen und offenen Verwaltung mit Nachdruck voranzutreiben.

Offene Daten und Webanwendungen verschiedenster Art können dabei helfen, diese Ziele zu erreichen.

Die Tagung Offene Kommunen.NRW bietet Interessierten und Aktiven aus Zivilgesellschaft, Politik, Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft aus ganz NRW die Gelegenheit, sich über Theorie und Praxis sowie Zukunftsperspektiven und -projekte des Open Government auf kommunaler Ebene auszutauschen.

Themen, die die Tagung wertvoll machen

Noch immer befindet sich Open Government in den Anfängen und es muss viel Aufklärungs­arbeit geleistet werden. Nachfolgend eine beispielhafte Liste der Themen, die je nach Interesse der Teilnehmenden aufgegriffen werden könnten:

  • Was bedeutet Open Government in meiner Kommune praktisch?
  • Was bedeutet Open Data? Wie kann ich da mitmachen?
  • Wo gibt es gute Beispiele für Open Government, von denen man lernen kann?
  • Wo gibt es interessante Kooperationspartner, mit denen kooperiert werden kann?
  • Bei welchen Themen können Verwaltung und Öffentlichkeit/Community zusammenarbeiten? Wie müsste diese Zusammenarbeit eingerichtet sein?
  • Wie können Bürger und Bürgerinnen mit der Wissenschaft zusammenarbeiten?
  • Wie können Bürgerinnen produktiver in politische Planungs- und Entscheidungsprozesse eingebunden werden?
  • Kann man öffentliche Haushalte transparent darstellen?
  • Rats-TV: Was bringt das und wie kann man es verbessern?
  • Nachhaltige Strategie für kommunales Flächenmanagement: Urban Gardening
  • Bürgerhaushalt: Wie kann man die Politik in die Gespräche von Öffentlicher Verwaltung und Bürgerschaft einbinden?
  • Stadtentwicklung: Ist Open Innovation die Strategie der Wahl?
  • Verkehrsentwicklungsplanung und Beteiligungsmodelle
  • StadtWiki: Wissensbasis und Resonanzverstärker
  • Wie sieht eine Informationsfreiheitssatzung für Kommunen aus?
  • Co-Design und Co-Management von Bürgerhaushalten: Erfahrungen aus Wuppertal und Münster
  • Was könnte eine interkommunale Open Government Partnership bringen?

Anmeldung

Selbstverständlich können bereits vorher weitere Themenvorschläge angemeldet werden, das ist sogar sehr erwünscht, damit die Interessenschwerpunkte sichtbar werden. Die Organisations- und Programmplanung der Veranstaltung ist öffentlich auf einer Pad genannten Webseite, die von jeder/jedem beschrieben und ergänzt werden darf.  Sie ist  hier einsehbar. Auf diesem Pad kann man z.B. direkt Themenvorschläge eintragen oder sich als Teilnehmer anmelden. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
Alternativ können Sie sich auch gerne per Email bei kompetenznetz-buergerhaushalt@gmx.de anmelden.

Barcamp?

Barcamps sind eine Tagungsform, die nicht von Expertinnen und Experten geprägt ist, sondern in der sich die Teilnehmenden über die Themen verständigen und selbst den Input steuern. Natürlich kann man sich vorbereiten und eigene Schwerpunkte einbringen, aber das Plenum entscheidet zu Beginn der Veranstaltung welche Themen in einstündigen, Sessions genannten Blöcken angeboten werden. Das genaue Programm der Tagung entsteht erst am Tag der Veranstaltung aus den Beiträgen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer; das mag ungewöhnlich erscheinen, klappt aber hervorragend.

Wer vorab schon für ihre/seine Themen werben möchte, mache dies bitte über das oben vorgestellte Pad. So finden sich auch gleich UnterstützerInnen. Falls spezielle Technik erforderlich ist, so bitten wir dies ebenfalls auf dem Pad zu vermerken. Wir können in vielen Fällen entsprechendes besorgen.

Kurz und knapp:

Offene Kommunen.NRW auf Facebook: https://www.facebook.com/events/375667975897910/#

Offene Kommunen.NRW auf Twitter: @OKNRW

Veranstaltungsort: Gesamtschule Barmen, Unterdörnen 1, 42283 Wuppertal-Barmen

Zeit: 09. November 2013, 09:30-17:30 Uhr

Teilnahme kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten:
kompetenznetz-buergerhaushalt@gmx.de
öffentliche Liste der Anmeldungen und Themen auf einem UserPad

Zielgruppe: Bürgerinnen und Bürger, (Kommunal)Politiker, Mitarbeiter der Verwaltung, Wissenschaftler, Unternehmer und alle mit Interesse an mehr Beteiligung, Engagement, Kooperation und Transparenz in Kommunen.