Links am Montag (3)

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Zum Wochenstart mal wieder ein Photo von der Nordbahntrasse aus dem Wuppertaler Osten. Der Fatloh-Tunnel ist inzwischen fertig saniert, nur die Asphaltschicht fehlt noch. Am sich hinter dem Tunnel anschließenden Viadukt über die Bartholomäusstraße, haben nun ebenfalls die Bauarbeiten begonnen. Es geht also voran!

  • Das Fahrradio hat mit Manfred Scholz, dem Fahrradbeauftragten der Stadt Soest, ein Interview geführt. Er hat sich den mittig geführten Schutzstreifen in der Jakobistraße, über den ich bereits ein Video gedreht habe, ausgedacht.
  • Ich stehe ja persönlich nicht so auf Talkshows, aber bei dieser Folge von Talk im Hangar 7 mache ich mal eine Ausnahme. Zum Thema Das Auto der Zukunft hat die Redaktion des österreichischen Senders Servus.tv den Verkehrswissenschaftler Hermann Knoflacher und Blogger Martin Randelhoff eingeladen. Sowas gibt es auch nur im österreichischen Fernsehen: Im Verlauf der Sendung wird Knoflacher gefragt, ob Autofahren asozial sei. Großes Kino!
  • So sieht eine vorbildliche Pressemitteilung aus: Die Stadt Herford hat an vielen Stellen in der Stadt die Radwegbenutzungpflicht aufgehoben und gibt den Autofahrenden Hinweise wie sie sich gegenüber den Fahrbahnradlern verhalten sollen/müssen.

Das war die Juli CM in Wuppertal

Durch das FIFA-WM-Spiel mit deutscher Beteiligung war die Juli-CM in Wuppertal anders als die anderen Fahrten. Neben dem Treffpunkt an der Kluse, wurde gegen 20:30 Uhr auch der Mirker Bahnhof als Treffpunkt für die nachkommenden Fussballschauer angesteuert. Wer allerdings schon ab der Kluse dabei war, konnte ein nahezu autofreies Wuppertal genießen. Die Straßen waren leer, der Autolärm verstummt. Auf der Gathe konnte man, statt lautem Verkehr, die Passanten reden und die spielenden Kinder lachen hören. Mit dem Abpfiff kam auch der Lärm zurück. Auf dem direkten Wege fuhr die Critical Mass von der Südstadt zum Mirker Bahnhof um dann, nach einer kurzen Pause, weiterzufahren. Die Route führte dann über den Ottenbrucher Bahnhof, durch das Zooviertel bis zur Stadthalle. Dann, die Überraschung: Die Polizei, die bereits am Kleeblatt die Zufahrt zum Döppersberg gesperrt hatte, ließ die rund 80 RadfahrerInnen starke Critical Mass als Einzige die Sperrung passieren. Ohne von hupenden Autofahren behelligt zu werden, steuerte die Critical Mass den Platz vor der Schwebebahnhaltestelle Kluse an.

Bereits während der Fahrt wurde klar: Dieses ist keine ‘normale’ Critical Mass. Das muss sich natürlich auch auf das CM-Video auswirken. Nachdem sich die Videos der letzten Fahren immer mehr ähnelten, wollte ich mal wieder etwas anderes machen. Warum also nicht mal ein Video in 90er Jahre Optik?

Einen weiteren Bericht mit vielen Photos von der Juli-CM gibt es bei der Sektion Wadenkrampf.
Ein großes Photoalbum hat Hannes auf Flickr veröffentlicht.

Links am Montag (2)

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  • Am Wochenende wurde für den Langen Tisch an vielen Stellen die B7 gesperrt, unter anderem am Döppersberg. Es war schön zu sehen, wie diese Asphaltwüste von den WuppertalerInnen zum Leben erweckt wurde. Leider war am nächsten Morgen alles wieder vorbei.
  • Bei Zeit Online werden Geschwindigkeitsübertretungen thematisiert: “Viele hielten sich zudem für so gute Fahrer, dass sie glaubten, auch oberhalb der erlaubten Geschwindigkeit alles unter Kontrolle zu haben”.
  • Nachdem ich über die neugestaltete Kreuzung an der Varresbeck berichtet hatte,  wurde die Neugestaltung auch in der WZ thematisiert.
  • Und nochmal ‘Die Zeit’: In einem großen Artikel wird über das Phänomen ‘Critical Mass’ philosophiert. Lesenswert!
  • Nach den MitfahrerInnen-Rekorden der Critical Mass-Rides in Hamburg und Berlin zieht das Radspannerei-Blog aus Berlin eine Zwischenbilanz und stellt die Frage, ob aus der Critical Mass eine Fahrraddemo mit Polizeibegleitung geworden ist.

Vor Ort: Radverkehrsanlagen an der Kreuzung Varresbecker Straße / Düsseldorfer Straße

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Seit einigen Tagen sind die Arbeiten an der Großkreuzung zwischen Varresbecker Straße und Düsseldorfer Straße beendet. Im Zuge der Fahrbahnerneuerung wurde auch der bestehende Verkehrsraum neu aufgeteilt. Der Knotenpunkt ist eine der am stärksten befahrenen Kreuzungen in Wuppertal. Hier treffen sich die Routen zum Großmarkt, einem Busdepot der Wuppertaler Stadtwerke sowie die Zufahrten zu den Autobahnen A 46 und A 535. Außerdem kreuzen sich hier die Hauptstraßen verschiedener Stadtbezirke. Durch den Bau der Nordbahntrasse und die Zugänge am Eskesberg und an der Benrather Straße, hat sich auch der Radverkehr an dieser Kreuzung deutlich erhöht. Bisher gab es an dieser Kreuzung keine Radverkehrsanlagen, dies hat sich nun geändert.

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Links am Montag (1)

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  • In Berlin erinnern Infotafeln an den einzuhaltenden Seitenabstand beim Überholen von Radfahrenden, auch eine Idee für Wuppertal?
  • Die Stadt Wuppertal hat ab sofort ein Online-Formular, mit dem Schäden an Gehwegen und Straßen gemeldet werden können. Der Mängelmelder ist natürlich auch für Radwegschäden nutzbar.
  • Man stelle sich vor: Am Rande einer autozentrierten Siedlung wird eine wichtige Verbindungsstrecke zwischen Nordbahn-, Korkenzieher- und Niederbergbahntrasse geschaffen und die Anwohner haben Angst; Angst vor “rasenden Radlern”. Zumindest ist das die Quintessenz der Westdeutschen Zeitung. Zu Wort kommen in diesem Stück Qualitätsjournalismus allerdings nur Anwohner, aber keine Radfahrenden. Aber lest selbst.
  • Die Hochschulgruppe Uni-Radler haben eine Nutzerumfrage für Wuppertaler Radfahrende erstellt. Abgefragt werden verschiedene Postionen zur Radnutzung im Tal. Die Umfrage ist hier zu finden.
  • Eine Delegation aus Portland hat sich die Radverkehrsinfrastruktur in Europa angeschaut und herausgearbeitet was sie daraus lernen können. Die Ergebnisse gibt es in diesem PDF. (englisch)

Die Rubrik Links am Montag sammelt sehenswerte Photos und interessante Links, rund um das Thema Fahrradfahren.

Das war die Dortmunder Sternfahrt

Heute ging die zweite große Sternfahrt in Nordrhein-Westfalen über die Bühne. Ein Aktionsbündnis aus ADFC-Gruppen, dem Umweltamt der Stadt Dortmund, VeloCity-Ruhr sowie der VeloKitchen Dortmund hatten zu der Sternfahrt aufgerufen. Neben dem Fahrradspass, der eine solche Fahrt mit sich bringt, artikulierte die Sternfahrt auch konkrete Forderungen wie z.B. mehr Fahrradstraßen, Tempo30 im Wohngebieten und die Abschaffung der Radwegbenutzungspflicht. Rund 1400 Teilnehmer folgten, bei traumhaften Fahrradwetter, dem Aufruf aus Dortmund. Der Zubringer aus Wuppertaler startete um 9 Uhr an der Kluse.

Auf nach Dortmund!

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Morgen findet – trotz Sturmschäden – die 2. Dortmunder Fahrradsternfahrt statt. Ich habe mich, wie schon im letzten Jahr, bereit erklärt, den den Wuppertaler Zubringer bis nach Löttringhausen zu führen. Dort treffen wir auf den Zubringer aus Gevelsberg und fahren gemeinsam zum Startpunkt an den Dortmunder Westfalenhallen. Wie auch im letzten Jahr fahren wir – sofern wir mehr als 15 Radfahrende sind – zusammen im Verband auf der Straße. Die Route führt über einen kurzen Anstieg in Bracken, zunächst hinunter an die Ruhr und von Witten aus über den Rheinischen Esel nach Löttringhausen. Die Strecke ist seit vergangenem Donnerstag von den Sturmschäden befreit und somit wieder befahrbar. So sieht die Planung für morgen im Detail aus:

09:00 Uhr Schwebebahnhaltestelle Kluse, Wuppertal
09:30 Uhr Berliner Platz, Wuppertal
10:30 Uhr Rathausplatz, Hasslinghausen
11:15 Uhr Davidis Platz, 
Wengern
11:45 Uhr Saalbau, Witten
12:00 Uhr Rheinischer Esel, Witten-Annen
12:40 Uhr Löttringhausen Bf, Dortmund

In diesem Sinne: Eine schöne Sternfahrt und bis morgen!

Sonntag: Sternfahrt Dortmund

Nach der Sternfahrt ist vor der Sternfahrt. Nach der großen NRW-Sternfahrt nach Düsseldorf, steht nun die Dortmunder Ausgabe auf dem Programm. Unter dem Motto “Ab auf die Straße! Mobil ohne Auto!” startet die Hauptroute um 13 Uhr auf dem Nordmarkt. Von dort geht es zur Westfalenhalle, weiter zum Borsigplatz und mit einer Umrundung des Walls in die Dortmunder City. Auch von Wuppertal aus gibt es wieder einen Zubringer. Um 9.00 Uhr startet der Wuppertaler Ast von der Kluse aus, um 9:30 Uhr wird der Berliner Platz in Oberbarmen erreicht. Danach geht es auf dem direkten Weg nach Hasslinghausen, Wengern und Witten. Die gesamte Tour umfasst ca. 61 Kilometer. Weitere Infos gibt es auf der offiziellen Seite der Dortmunder Sternfahrt.

Mit 185 Fahrrädern durch die Stadt

Mit 185 Fahrradfahrenden gab es bei der Juni-Fahrt der Wuppertaler Critical Mass wieder einen neuen Mitfahrerrekord. Am Rande der Fahrt kam es leider zu einem missglückten Polizei-Einsatz. Die gesamte Geschichte ist umfangreich auf der Facebook-Seite der Wuppertaler CM nachzulesen. Bis auf diesen Vorfall war es eine tolle sommerliche Fahrt, die gegen 19:15 Uhr an der Kluse begann und um kurz vor 22 Uhr an der Utopiastadt, wo wir mit den letzten Klängen von “Parfum Brutal” begrüßt wurden, endete.

Fotos von der Fahrt gibt es auf der Facebook-Seite der Critical Mass Wuppertal

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